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Die Art, wie Fußballübertragungsrechte in Europa verkauft werden dürfen, steht dank der Europäischen Union kurz vor einem heftigen Erdbeben. Grund dafür ist ein möglicher Spruch vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) gegen die Premier League. Diese hatte eine gewisse Karen Murphy, die Wirtin eines Pubs in Portsmouth, wegen einer angeblichen Copyright-Verletzung verklagt, da sie ihre Satellitendecoderkarte günstig in Griechenland gekauft hatte. Murphys Grund dafür: Die Gebühren für Pubs, um die Premier League-Spiele über BSkyB - den englischen Rechteinhaber - zu zeigen, gehen bis über 1000 Pfund im Jahr.
Murphy focht das Urteil an und ging damit bemerkenswerterweise bis zum EuGH in Luxemburg. Generalanwältin Juliane Kokott legte dort nun ihre Empfehlung für den Urteilsspruch vor. Die exklusiven Senderechte für einzelne Länder zu verkaufen, würde dem Gedanken des Binnenmarktes widersprechen. Es müsse Murphy erlaubt sein, Decoderkarten in anderen europäischen Ländern zu erstehen - und mit ihr in der Folge wohl auch jedem andern Kunden. Diese Empfehlung ist zwar rechtlich noch nicht bindend, im Allgemeinen folgen die Richter allerdings den Vorlagen der GeneralanwältInnen. Eine endgültige Entscheidung soll im Laufe des Jahres folgen.
Sollte es zu diesem Spruch kommen, bedeutet das für die Premier League, dass der 1,9 Milliarden Euro schwere Deal mit BSkyB in Großbritannien über die nächsten drei Jahre ebenso wackelt, wie die ergänzenden über 1,2 Milliarden Euro schweren Deals im Ausland.
Anscheinend reichen Satelliten, die auf Griechenland gerichtet sind, aus technischen Gründen auch ohne Probleme nach Großbritannien. Die großen europäischen Ligen werden bekanntlich in vielen Ländern gezeigt. Manche Länder sind billiger als andere. (tsc; derStandard.at; 3. Februar 2011)
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_pantera_ (04.02.2011)

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Mailand - Karl-Heinz Rummenigge schlägt Alarm: Der Vorsitzende der Europäischen Klub-Vereinigung (ECA) sorgt sich wegen eines anstehenden Urteils des Europäischen Gerichtshofes um die Zukunft des Profi-Fußballs. Dabei geht es im Pay-TV-Markt nach einer Klage aus England um gravierende Einschränkungen im Bereich der Sportlizenzrechte.
"Das ist mehr als eine Gefahr. Wenn dieses Szenario von der Politik in Brüssel umgesetzt wird, dann kommen auf den Profifußball in Europa gefährliche Zeiten zu, dann gute Nacht! Das wäre für alle Vereine in Europa eine Katastrophe, vor allem für die fünf großen Ligen", sagte der Vorstandschef von Bayern München.
Ausländische Decoderkarten
Der EuGH in Luxemburg beschäftigt sich damit, ob Live-Übertragungen von Fußballspielen oder anderen Sportereignissen unter Verwendung ausländischer Decoderkarten erlaubt sind. Es wären in diesem Fall nur noch schwerlich Lizenzeinnahmen im EU-Ausland zu erlösen. "Für dieses Preis-Dumping wäre die Politik verantwortlich. Die muss verstehen, wie der Wirtschaftszweig Fußball funktioniert. Und ein wichtiger Bestandteil sind eben die Fernseheinnahmen", sagte Rummenigge.
So würde man "vor allem die kleinen und mittleren Klubs in die Insolvenz treiben. Sie könnten ohne die solidarische Vermarktung und die entsprechenden TV-Einnahmen nicht überleben. Aber selbst bei den großen Klubs würde so ein Urteil Spuren hinterlassen - auch wenn die wohl überleben würden", führte Rummenigge weiter aus.
Auch das unseriöse Finanzgebahren vieler Klubs ist dem Bayern-Boss weiter ein Dorn im Auge. Er verspricht sich daher viel vom "Financial Fair Play", das die Europäische Fußball-Union (UEFA) zusammen mit der ECA auf den Weg gebracht hat. Alle Vereine hätten seit dem Bosman-Urteil "Vollgas gegeben. Diese Klubs haben nun auch dafür zu sorgen, dass die Fußball-Welt wieder ein Stück rationaler wird."
"In dieser Form ist der Fußball nicht überlebensfähig"
Im Moment sei dies nicht der Fall, sagt Rummenigge: "Ich möchte daran erinnern, dass über 50 Prozent der Klubs in Europa rote Zahlen schreiben. In dieser Form ist der Fußball nicht überlebensfähig, dieses System kann so nicht mehr funktionieren."
Deshalb sei es wichtig gewesen, dass die UEFA ein Konsens-Modell erarbeitet habe, "um diese Entwicklung zu stoppen". Rummenigge ist sicher, dass der Verband und ihr Chef Michel Platini auch die ganz großen Klubs aus der Champions oder Europa League ausschließen würde, sollten die ihr Verhalten nicht ändern.
"Ich weiß aus sicherer Quelle, dass Michel Platini am letzten Tag der Transferperiode fast explodiert ist, als er die Nachrichten aus England vernommen hat. Es ist schon extrem irritierend, wenn ein Verein (FC Chelsea, d. Red.) am Morgen 83 Millionen Verlust ausweist - und am Nachmittag dann 85 Millionen in Transfers investiert", sagte Rummenigge und fügte an: "Die UEFA wird dieses Modell sehr seriös umsetzen."
Kritik an Sky
Kritik übte Rummenigge, der sich zuletzt erst wieder eine mittelfristige Verdopplung der TV-Einnahmen in Deutschland (derzeit sind es rund 400 Millionen pro Jahr) gewünscht hat, an Sky. Den Pay-TV-Sender müsse man "mehr in die Verantwortung nehmen".
"Immer nur darauf zu verweisen, dass wir eine besondere Free-TV-Landschaft haben, ist mir zu wenig. Das war vor 20 Jahren schon bekannt. Die Pay-TV-Sender und auch die DFL müssen dem Kunden Konzepte anbieten, die so überzeugend sind, dass endlich eine positive Entwicklung stattfindet. Überzeugen und nicht mit Entzug von Free-TV drohen, ist hier der Schlüssel", sagte der frühere Nationalspieler.
Noch mehr Exklusivität für die Pay-TV-Sender lehnte Rummenigge ab: "Wenn man diesen Weg gehen würde, wäre der wieder sehr negativ behaftet. Diese Diskussionen, etwa die Sportschau zu verschieben, um im Pay-TV mehr Exklusivität zu haben, gab es ja schon einige Male - mit dem Ergebnis, dass Pay-TV noch negativer diskutiert wurde." (SID)
Die Pay-TV Sender sind mir zu teuer. Wenn sie ein Paket Fussball um 10 Eur pro Monat anbieten und ich mir die deutsche und englische Liga anschauen kann, würde ich zu schlagen.
Ich glaube mit niedrigener Preisen, könnte ein Pay-TV Sender mehr Kunden gewinnen und somit selbst auch Geld verdienen.
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"Das ist mehr als eine Gefahr. Wenn dieses Szenario von der Politik in Brüssel umgesetzt wird, dann kommen auf den Profifußball in Europa gefährliche Zeiten zu, dann gute Nacht! Das wäre für alle Vereine in Europa eine Katastrophe, vor allem für die fünf großen Ligen", sagte der Vorstandschef von Bayern München.
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ElCoyote (03.03.2011), Geri (24.02.2011), hirschstettner (24.02.2011)
RICHTIG !!!Die Pay-TV Sender sind mir zu teuer. Wenn sie ein Paket Fussball um 10 Eur pro Monat anbieten und ich mir die deutsche und englische Liga anschauen kann, würde ich zu schlagen.
Ich glaube mit niedrigener Preisen, könnte ein Pay-TV Sender mehr Kunden gewinnen und somit selbst auch Geld verdienen.
So sehe ich das auch, ich bin, bei allem Interesse, nicht bereit 70 Euro im Monat, oder mehr zu bezahlen. Günstigere Abos und evtl. "pay per view", wären sicher eine Variante, mit der sich viele Fans anfreunden könnten.
UPC on demand könnte das anbieten.aber ich denke,das da SKY gierig ist und einfach zu viel geld verlangt![]()
UPC hat es ja leider bis heute nicht geschaft,neue verträge mit sky auszuhandeln !
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Fizz (24.02.2011)
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