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Tom

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Montag, 28. April 2008, 15:38

Drama von Amstetten

Ein
noch nie dagewesenes Sexualverbrechen ist am Sonntag in Amstetten
bekannt geworden: In einem Verlies im Keller seines Hauses soll der
73-jährige Josef F. (Foto oben) seine Tochter Elisabeth 24 Jahre lang
gefangen gehalten und sexuell missbraucht haben. Während der
Gefangenschaft dürfte der Mann mit der heute 42-Jährigen sieben (!)
Kinder gezeugt haben, eines von ihnen starb nach der Geburt. Am Samstag
wurde Josef F. festgenommen, seit Montag redet der Verdächtige. "Er ist
im Wesentlichen geständig, schwächt aber in Details ab", so
Chefinspektor Leopold Etz. Das von F. gebaute Verlies - erste Bilder
siehe Infobox! - wird derzeit von 14 Mitarbeitern der Tatortgruppe mit
Spezial-Equipment untersucht.

Oberst Franz Polzer, Leiter des Landeskriminalamtes Niederösterreich,
weist darauf hin, dass in dem Fall "alles überprüft" werde, auch ob der
73-Jährige für weitere Straftaten infrage komme. Hinweise aus der
Bevölkerung werden unter der Telefonnummer 059133 / 30 3333 erbeten.



Man stehe diesbezüglich jedoch erst am Anfang, so der Leiter des . Es
gebe eine "breite Palette an offenen Fragen", etwa wie der 73-Jährige
die Gefangenschaft seiner Opfer bewerkstelligt habe. "Wie hat er die
Versorgung vorgenommen?", betonte der Kriminalist. In dem Verlies
hätten außerdem Hausgeburten stattgefunden, Säuglinge hätten betreut
werden müssen.



Zu hinterfragen werde auch sein, wie der Tatverdächtige es geschafft
habe, diese "Belastung" (gemeint ist Betreuung der gemeinsamen Kinder
mit seiner Ehefrau sowie jenen mit der 42-Jährigen, Anm.) durchzustehen.



Der 73-Jährige, den Polzer als "vital und umtriebig" beschreibt, wird
noch heute von einer Polizeistation in Amstetten ins Landesgericht St.
Pölten überstellt und dort dem Haftrichter vorgeführt.



Kommissar Zufall bringt Fall ins Rollen

Dass der Fall überhaupt aufgeflogen ist, ist einem Zufall zu verdanken.
Eines der Kinder, eine 19-Jährige, die in dem Verlies gefangen gehalten
wurde, musste mit einer seltenen Krankheit ins Spital. Die Behörden
riefen via Medien die seit Jahren als vermisst geltende Mutter auf,
sich zu melden. Offenbar dürfte Elisabeth F. ihren Vater derartig
bedrängt haben, dass er am Samstag mit ihr ins Spital gefahren ist.
Beim Krankenhaus wurde er festgenommen. Zuvor hatte der Mann seine
Tochter und die beiden mit ihr im Keller gefangenen Söhne nach oben
gebracht und seine Gattin informiert, dass sie wieder da wären.



Die 42-jährige Elisabeth begann erst, von ihrem Martyrium zu erzählen,
als man ihr zusicherte, dass sie ihren Vater nicht mehr sehen müsse.
Die Frau, die Kinder und die Ehefrau des Verdächtigen wurden zur
psychiatrischer Betreuung in eine Klinik nahe Amstetten gebracht.



Drei "Keller-Kinder" ohne Sonnenlicht

Was die Opfer in dem Haus durchmachen mussten, klingt unglaublich: Drei
der Kinder der 42-Jährigen dürften gemeinsam mit dem Verdächtigen und
dessen Ehefrau normal in den Wohnräumen gelebt haben, während im Keller
darunter Elisabeth F. mit den anderen drei - ein heute Fünfjähriger,
eine 18-Jähriger sowie die 19-jährige Erkrankte - ohne Sonnenlicht in
völliger Isolation eingesperrt dahinvegetierten.



Verlies ohne Licht und Hoffnung

Der Zugang zu dem 50 bis 60 Quadratmeter großen Verlies wurde hinter
einem Regal in einem Werk-bzw. Arbeitsraum entdeckt. Versperrt war das
Verlies mit einer massiven Stahlbetontüre mit Elektromotor, die nur mit
einer Fernbedienung mit Zahlencode zu öffnen ist. Durch einen etwa fünf
Meter langen Gang und ein Schlupfloch gelangte man in ein etwa 1,70
Meter hohes Zimmer, wo sich eine veralterte Kochmöglichkeit sowie eine
Toiletten- und Duschanlage befindet.



In dem Verlies sind auch zwei Schlafräume mit zwei Betten, die von
Kinderhand mit Sternen und kleinen Zeichnungen geschmückt worden sind.
Ein Fernseher mit einem Videorekorder und ein Radio waren das einzige
Fenster, das eine Welt jenseits der Kellermauern erahnen ließ.



Das Gefängnis sei wie eine "Wohnung" eingerichtet gewesen, berichtet
Gerhard Sedlacek, Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten.



Ehefrau ahnungslos

Sowohl die Ehefrau als auch die Kinder in der Wohnung wollen nichts von
den Vorgängen mitbekommen haben. Der Keller habe aber als "tabu"
gegolten. Medizinische Versorgung gab es laut Polizei für die
Gefangenen nicht. Kleidung und Nahrung wurde ihnen ausschließlich von
dem Verdächtigen gebracht.



Die drei Kinder, die in den Wohnräumen lebten, sind laut Polizei
"bestens erzogen" und bei guter Gesundheit. Laut Exekutive dürfte der
73-Jährige den Behörden vorgegaukelt haben, dass seine als vermisst
gemeldete Tochter diese bei ihm vor der Tür weggelegt hat. Auf diesem
Weg konnte er sie adoptieren bzw. als private Pflegefälle aufnehmen.
Bisher gibt es keinen Hinweis darauf, dass eines der Kinder missbraucht
worden ist.



Elisabeth F. "bleich" und "fahl"

Die 42-jährige Elisabeth F. ist der Polizei zufolge in sehr schlechter
Verfassung. Sie wurde als "extrem bleich" und "fahl" beschrieben, sehe
20 Jahre älter aus, als sie tatsächlich sei. Die beiden Söhne, die mit
der Mutter im Verlies aufgewachsen sind, hätten am Samstag "erstmals
Tageslicht" gesehen. Sie sind nur bei künstlichem Licht aufgewachsen.



Mit 18 vom Vater eingesperrt

Elisabeth F. wurde ab ihrem elften Lebensjahr - im Jahr 1977 - sexuell
missbraucht, weshalb sie mehrmals von zu Hause weglief - das erste Mal
mit 16. Nach dem zweiten Mal handelte der Vater: Im Alter von 18 Jahren
lockte Josef F. am 28. August 1984 seine Tochter in den Keller,
betäubte sie und sperrte sie mit Handschellen gefesselt in den
Kellerraum. Danach meldete er sie bei der Polizei als vermisst.



DNA-Tests sollen Aufschluss bringen

Das DNA-Ergebnis zur endgültigen Klärung der
Verwandtschaftsverhältnisse sollte in etwa zweieinhalb Tagen vorliegen,
wie Bundeskriminalamtsleiter Franz Lang in der ORF-Sendung "Im Zentrum"
betonte. Die Opfer wurden in der Landesnervenklinik Mauer
untergebracht, wo sie völlig abgeschirmt betreut werden.







Krone.at
Besser a Haus im Grünen ois an Grünen im Haus

Tiny

Meister

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Montag, 28. April 2008, 15:42

bitte schliessen oder noch besser gleich löschen...
I understand victory and I understand never surrendering!
No matter how bad things go,
my heart and my mind will carry my body when my limbs are to weak!

duke

Bam Oida!

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Montag, 28. April 2008, 15:43

Oida wie gehts dir???????? :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote: :rote:

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4

Montag, 28. April 2008, 15:43

Für so etwas gibts tausend andere Foren (tragisch, gehört aber nicht in ein Austriaforum)
Cheers
Andreas

Fuzzy

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5

Montag, 28. April 2008, 15:52

Für so etwas gibts tausend andere Foren (tragisch, gehört aber nicht in ein Austriaforum)


DANKE!

~Geschlossen~
Man wird Sir Parits mal ein Denkmal bauen und womit? Mit Recht!.
Im Gegensatz zu Liebe kann man Respekt nicht kaufen! Zitat: Homer J. Simpson!

derstandard.at: Rapid bemühte sich, entwickelte aber die Gefährlichkeit eines taubblinden Goldhamsters mit Hüftprothesen.

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