Nach verschiedenen Anreisewege durch verschiedene Verkehrsmitteln, trafen sich am Mittwochnachmittag 10 Leute vom Fanclub Bulldogs Austria, in Eindhoven. 2 Mitglieder des Fanclubs betraten kurz nach öffnen der Stadioneingänge den Auswärtssektor um das Transparent zu platzieren.
Vertreter der Pielachtaler hatten ebenfalls diese Idee. Als wir den uns zugeteilten Block im oberen Rang erreichten, waren wir verwundert, warum wir neben dem Auswärtssektor waren. Uns wurde von einem Mann, der auf seiner Jacke „Teamchef“ stehen hatte, erklärt, dass wir heute nur einen winzigen Teil dieser Tribüne haben. 160 Plätze waren dort. Konzentration auf unser eigentliches Vorhaben. Vom 2. Rang durften wir die Transparente nicht runterhängen lassen. Die Glasabsperrung 6 Reihen dahinter war unser nächster anvisierter Präsentationsort. Da das Transparent hier aber ca. 50 Zentimeter über den Gangboden hing und somit die Sicht, der in der Reihe dahinter befindlichen und sitzenden Fans, auf die Toroutlinie verhinderte, durften wir auch hier nichts aufkleben. Wer aber bleibt sitzen, wenn sich der Ball auf der Toroutlinie befindet? Und vor allem, warum durften mehrere Ordner mit ca. 1,80 Körpergröße vor diesen Leuten stehen?
Wir fanden nun einen entsprechenden Platz. Die Aufhängekonstruktion der Pielachtaler ist sensationell und weltweit sicher einzigartig. Die Ordner hatten nach langen Diskussion ihre Ruhe von uns. Aber nur von uns. Denn die Patriots waren nun im Sektor. Die Ordner hatten wieder ihre Mühen. Da die schwarzen Linzer und die roten Grazer im wahren Auswärtssektor waren, fehlten nur noch die violetten Salzburger um die Gesellschaft „Es san jo imma de söbn“ zu vervollständigen.
Ca. 10 Minuten vor Spielbeginn kamen auch sie in den Sektor. Weil sie ihr großes Transparent in Richtung Spielfeld nirgends sinnvoll anbringen konnten, begangen sie dieses auf der Glaswand zum Nebensektor zu befestigen. Währendessen kamen ca 15 Ordner in den Sektor. Unsere Vermutung war, dass sie jemanden aus dem Sektor holen wollten. Dem war nicht so. Sie umzingelten 3 Salzburger. Bevor dieses UU Transparent hing, rissen die Ordner das Transparent nicht nur runter, sondern auch aus den Händen der Besitzer. Was folgte war ein unglaublicher Zusammenhalt der Österreicher.
Die darauffolgenden Szenen erinnerten nun an ein Americanfootball-Spiel. Ein Mitglied der Bulldogs sprang in die Ordnermenge und wollte das Salzburger Transparent zurückerobern. Auch die Beraubten und mehrere andere Fans wollten diese fanfeindliche Aktion nicht einfach hinnehmen.. Mehrere Leute wurden zu Boden gestoßen. Aus dem Tumulten konnte ein Bulldogs-Mitglied das Transparent, ah das Eierlaberl den Ordnern entziehen. Leicht war das sicher nicht, wollte man doch verhindern, dass der Stoff geteilt wird. Um das Eierlaberl ans Ziel zu bringen, wollte das besagte Bulldogs-Mitglied einen „Tochdown“ Richtung Holland-Fans starten. Da die gegnerischen Spieler vom Verein „Security-Eindoven“ diesen hohen Punktegewinn von uns Gästen verhindern wollten, wurde der Spieler (vormals noch als Fan angeführt) sofort attackiert. Um das Eierlaberl in den eigenen Reihen zu behalten, musste diese durch einen Handpass über die Spieler von „Security-Eindhoven“ in die Abwehr zurück gespielt werden. Da diese Mannschaft Spieler hat, die größer als 1,90 sind, konnte dieser Pass abgefangen werden. Sofort starteten wir die Rückerkämpfung.
Mit viel Mühe und enormen Körpereinsatz konnten wir das Eierlaberl wieder in unseren Reihen begrüßen. Da das Fußballländerspiel Holland gegen Österreich beginnen sollte, wurde das Americanfootball-Spiel von einer unbekannten Person beendet. Die Spieler von „Security-Eindhoven“ erwiesen sich als extrem schlechte Verlierer. Anstatt freundschaftliches Gratulieren, stießen sie noch einige Fans zu Boden. Höhepunkt dieser Schweinerei war, dass „der glotzate Ordna“ einen jungen Fan, der zwischen 2 Sitze zu Boden kam und sich nicht wehren konnte, mehrmals Faustschläge ins Gesicht versetzte.
Dann mussten wir uns die Verschandelung unserer Bundeshymne anhören.
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