Es geht aufwärts
(Die Presse)
Zu Recht sind Österreichs Fußball-Aficionados (angeblich gibt's noch ca. tausend davon) außer sich.
Dass Direktor Oberhauser nicht einmal eine TV-Übertragung vom Samstag-Ländermatch zustande brachte. War auch schon einmal agiler, der Herr.
Dabei war's angeblich ein packender Kampf. Der erbarmungslose neue Teamtrainer Karli Brückner ließ seine Stars vor fast 1500 begeisterten Bewohnern der Färöer-Inseln laufen wie selten zuvor. Wenn es um die Wurscht geht (WM-Qualifikation), weiß der Österreicher, was er seiner Heimat schuldet. Wie in der glorreichen Zeit des Wiederaufbaues nach '45 – was, die haben Sie nicht miterlebt? Na, da können S' ja überhaupt net mitreden!
Während Hickersbergers Team vor 18 Jahren gegen die Färinger eine blamable 0:1-Schraufen heimtrug, erzielten nun Brückners Rastellis ein sensationelles Auswärtstor. Dieses ist kein Bemmerl, da der böige Gegenwind höchste Anforderungen an unsere Ballkünstler stellte. So jubeln wir zu Recht über dieses spektakuläre 1:1! Wir mögen recht bald wiederkommen, riefen viele Färinger zum Abschied. Weiß der Teufel, warum. hws
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.10.2008 )