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Fuzzy

Frechster Bub der Welt

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Donnerstag, 23. September 2010, 08:57

Peter Svetits als Beschuldigter geführt

http://kurier.at/sport/2034910.php
Es gab Zeiten, da traten manch gewichtigem Herrn im Österreichischen Fußballbund (ÖFB) Schweißperlen auf die Stirn, wenn er nur den Namen hörte. Peter Svetits. Ein Mann, der den heimischen Fußball über eineinhalb Jahrzehnte geprägt hat. Erst als Manager, dann als Präsident beim Grazer Traditionsklub GAK. Erst als Sportdirektor, dann als Minusmann bei Frank Stronachs Wiener Austria. Svetits heuerte und feuerte, er kam, sah und sägte - bei seinen Klubs, in der Bundesliga, im ÖFB. Kaum jemand - vom schillernden Hannes Kartnig einmal abgesehen - polarisierte auch nur annähernd so wie der ehemalige Landesliga-Stürmer, der als Funktionär im Spitzenfußball (bis 2009 bei Magna Wiener Neustadt) am liebsten in die Rolle des streitbaren Spielmachers schlüpfte.

Heute haben Hannes Kartnig und dessen langjähriger Widersacher eines gemein: Beide stehen im Strafraum und müssen dort ob ihrer Fußball-Vergangenheit einen Doppelpass mit dem Staatsanwalt spielen. Für beide gilt selbstredend die Unschuldsvermutung.
KURIER-Recherchen ergaben, dass auch Peter Svetits, 52, als Beschuldigter in einem Strafverfahren geführt wird. Und zwar in der Causa GAK, die bis in die 1990er-Jahre zurückreicht.

Die Fakten: Ab Dezember 1998 lässt der Milliardär Frank Stronach dem Verein seines Freundes Svetits, damals frisch gebackener Präsident des chronisch klammen GAK, eine Geldspritze über 42 Millionen Schilling zukommen. Das Geld des Magnaten fließt - laut Gerichtsgutachter - in vier Tranchen über die Magna-Tochter Sportwetten GmbH. Am 1. Dezember 1998 werden vom Big Spender zwei Schecks über jeweils zehn Millionen ausgestellt.

Die Brisanz: Nur einer der beiden Schecks findet sich laut Expertise in der GAK-Buchhaltung, der Verbleib des zweiten Schecks ist für den Gutachter im Strafverfahren bis dato ungeklärt. Der Sachverständige hält in seinem Gutachten, das dem KURIER vorliegt, fest: "In der Buchhaltung des Vereins GAK wurde der Betrag von ATS 10 Millionen jedenfalls nicht erfasst." Mehr noch: Der Betrag wurde laut Expertise auch auf keinem Vereinskonto gutgeschrieben.

Dementi

Svetits dementiert: "Das Geld ging auf ein Sub-Konto. Ich musste damit alte GAK-Rechnungen aus der Saison 1997/98 begleichen." Doch der Verbleib dieses Zehn-Millionen-Schecks ist nicht die einzige Frage, die von den Ermittlern im GAK-Kriminalfall zu klären ist:

- Svetits war ab 1. Juli 1996 beim GAK zudem mit einem Vertrag ausgestattet, der ihm monatlich 100.000 Schilling netto (zuzüglich Prämien) an Honorar einbrachte. Laut Gutachter scheint dieser Bezug allerdings zu keinem Zeitpunkt in einem der GAK-Jahresabschlüsse auf. Das ist insofern pikant, als Svetits die GAK-Jahresabschlüsse von 1996 bis 2000 unterzeichnete und damit deren Richtigkeit und Vollständigkeit bestätigte.

- Am 14. Mai 2001, kurz vor der Übernahme des GAK durch den Grazer Öl-Baron Rudi Roth, fand eine Besprechung statt. Thema: Die offenen Forderungen von Peter Svetits gegenüber dem GAK. Ergebnis: Ein schriftliches Vertragswerk, laut dem der GAK Verbindlichkeiten gegenüber Svetits in Höhe von 581.382,67 Euro (8 Mio. Schilling) anerkannte.

Der Sachverständige hat die GAK-Bilanzen geprüft und hält dazu fest: "Ein Ausweis dieser Verbindlichkeiten ist diesen Jahresabschlüssen aber nicht zu entnehmen. Aus den gewählten Formulierungen ist zu entnehmen, dass dieser Betrag als "Darlehensrückzahlung", also ohne abgabenrechtliche Auswirkung bezahlt werden sollte."
Kreative Steuer-Verschonung durch die GAK-Bosse? Es gilt die Unschuldsvermutung.

- Das ist noch nicht alles: Svetits erhielt am selben Tag einen Konsulentenvertrag mit einer Prämie von 500.000 Schilling, falls der GAK in diesem Spieljahr einen UEFA-Cup-Platz erreicht. Was auch gelang.

- Da der praktisch laufend finanzmarode GAK nicht zahlen konnte, reichte Svetits am 25. Mai 2004 Klage über 617.719,08 Euro ein (rund 8,5 Millionen S). Brisant: Die Zahlung dieses Betrages erfolgte nicht durch den GAK, sondern durch die Stadionbetriebs-GmbH, die dazu extra einen Kredit aufnehmen musste. Der kreativ-gestalterische Zugang der GAK-Verantwortlichen zu ihren Bilanzen zeigt sich auch in diesem Fall: Laut Gutachter fehlt auch von dieser Zahlung an Svetits in der Buchhaltung oder Bilanz des GAK jede Spur.
Das traurige Ende ist bekannt: Der GAK, bei dem Svetits 2006 vorübergehend wieder als General Manager beschäftigt war, verschwand 2007 aus der Bundesliga. Mittlerweile musste der Klub in der dritten Liga zum dritten Mal Konkurs anmelden.

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Ein guter Bursch "nicht"
Man wird Sir Parits mal ein Denkmal bauen und womit? Mit Recht!.
Im Gegensatz zu Liebe kann man Respekt nicht kaufen! Zitat: Homer J. Simpson!

derstandard.at: Rapid bemühte sich, entwickelte aber die Gefährlichkeit eines taubblinden Goldhamsters mit Hüftprothesen.

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Donnerstag, 23. September 2010, 13:29

Irgendwann kommt im Leben alles zurück ;)
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