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Fuzzy

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Freitag, 17. September 2010, 12:25

Fußball: Die Liga sucht einen neuen Anfang

Die Kandidaten für den neuen Bundesliga-Vorstand haben heute die Möglichkeit, bei einem Hearing ihre Vorstellungen darzulegen. Das in den 1990er Jahren entwickelte Konzept "Bundeliga 2000" wurde nie umgesetzt.

WIEN. Auf den ersten Blick laufen die Geschäfte der Bundesliga gut. Die Zuschauer strömen in die Stadien, zwei Klubs dürfen in der Europa League mitspielen. Und der angeblich beste TV-Vertrag aller Zeiten wurde mittlerweile sogar vom ORF unterschrieben. Sky tat das schon lang vorher, das Papier bringt den 20 Profiklubs angeblich rund 17 Millionen Euro pro Jahr. Der Gebührensender ORF gibt zwar nicht bekannt, wie viel er für den heimischen Fußball ausgibt, aber sein Engagement ist auch ein Verdienst des Rapid-Präsidenten Rudolf Edlinger.
Revolutionär, nie verwirklicht

Einst war die Bundesliga eine Zentrale mit Ideen und Durchsetzungskraft. Unter dem Präsidenten Hans Reitinger und dem Vorstand Reinhard Nachbagauer wurde Mitte der 1990er mithilfe umtriebiger Klubmanager (Rapids Werner Kuhn, Austrias Markus Kraetschmer, Admiras Werner Hebenstreit, Sturms Heinz Schilcher) ein „Jour Fixe“ eingerichtet, in dem die Manager der Klubs die anstehenden Probleme diskutierten. Sie entwickelten außerdem ein revolutionäres Konzept: Bundesliga 2000. Es wurde nie verwirklicht. Stattdessen entwickelte sich nach Reitingers und Nachbagauers Abgang die Bundesliga-Zentrale zu einer Bühne der Eitelkeiten. Die Sitten verfielen, als Frank Stronach 1999 mit der Geste des Krösus auftrat und damit die Bühne auch für kleinere und fehleranfällige Potentaten wie Hannes Kartnig bereitete.

Vor Monaten verhinderte Rapids Präse Edlinger einen unterschriftsreifen, lukrativen TV-Vertrag, der den ORF außen vor gelassen hätte. Bundesliga-Präsident Hans Rinner und Liga-Vorstand Georg Pangl waren gegen die Achse Edlinger/ORF-Informationsintendant Elmar Oberhauser machtlos.

Rinner will sich nicht mehr zu diesen „alten Geschichten“ äußern. Im Frühsommer hat er seine Funktion als Präsident von Sturm Graz aufgegeben, aus Gründen, die nie erklärt wurden. Immerhin fällt nun das gegen Rinner und seinen Vorgänger Martin Pucher (Präsident des SV Mattersburg) vor allem von Edlinger gern geäußerte Argument weg, ein Klubpräsident könne nicht Liga-Präsident sein.

Rinner verbindet mit dem Liga-Vorstand Georg Pangl keine große Liebe. Denn Pangl unterstützte angeblich Edlingers Favoriten für den Liga-Präsidenten, Dietmar Hoscher, den Geschäftsführer des Bundesliga-Sponsors tipp3. Damals wehrten sich die Klubs gegen Edlingers Vorschlag und wählten Rinner. Pangls Vertrag läuft Ende 2010 aus, Rinner ließ vor ein paar Wochen den Posten des Liga-Vorstands ausschreiben. Der Text legt zumindest in einem Punkt (Sport- oder Wirtschaftsstudium) nahe, dass Pangls Vertrag nicht verlängert werden soll.

Am heutigen Freitag können die Kandidaten in einem Hearing ihre Vorstellungen ausbreiten, Anfang Oktober befindet der Aufsichtsrat über Pangls Nachfolge.


Die kurze Liste

In den Zeitungen kursiert eine Short List mit Pangl selbst, seinem Vorgänger Reinhard Nachbagauer, dem Rechtsanwalt Wolfgang Rebernig und dem Ex-Obmann von Austria Salzburg, Anton Pichler. Der ehemalige ÖFB-Pressechef und Generalsekretär Wolfgang Gramann und der Ex-Liga-Vorstand Thomas Kornhoff (Vienna Capitals) haben sich, sagen sie selbst, nicht beworben.

Der Ex-Manager der Admira und der Austria, Werner Hebenstreit, schickte eine Bewerbung ein und erhielt von der Agentur acctus eine Absage. Liga-Präsident Rinner versicherte Hebenstreit schließlich, dass er doch noch im Rennen sei.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.09.2010)
Man wird Sir Parits mal ein Denkmal bauen und womit? Mit Recht!.
Im Gegensatz zu Liebe kann man Respekt nicht kaufen! Zitat: Homer J. Simpson!

derstandard.at: Rapid bemühte sich, entwickelte aber die Gefährlichkeit eines taubblinden Goldhamsters mit Hüftprothesen.

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