Zitat
Austria-Kärnten-Präsident Mario Canori ist stinksauer. Die Stadt Klagenfurt und das Land Kärnten lassen seiner Meinung nach eines der sportlichen Aushängeschilder im Stich. Dabei fordert Canori nur, dass die Politik den Verein bei den Infrastruktur-Kosten unterstützt.
Bei sportnet.at lässt Canori ordentlich Dampf ab und appelliert an die Landes- und Stadtpolitik, endlich die Teilnahmslosigkeit aufzugeben und den Tabellen-Sechsten der Vorsaison so zu behandeln, wie die meisten anderen Klubs in Österreich von deren Politikern auch behandelt werden.
sportnet.at: Herr Canori, Sie haben sich in der „Kleinen Zeitung“ mit „Ich kann nicht mehr“ sehr resignativ geäußert. Warum ist es in Kärnten so schwierig, einen Bundesliga-Klub zu führen?
Mario Canori (Austria-Kärnten-Präsident): „Weil wir am schlechtesten behandelt werden. Es herrscht eine unglaubliche Teilnahmslosigkeit seitens des Landes und der Stadt Klagenfurt. Die letzten Aktionen haben mir den Rest gegeben. Der Sportpark Klagenfurt nimmt uns einfach 80 Quadratmeter von den VIP-Räumlichkeiten für Büros weg. Und nun will man auch noch Miete für die Trainingsplätze rund ums Stadion verlangen, was nie ein Thema war.“
Das heißt, die Austria müsste für die neu angelegten Plätze extra bezahlen?
„Ja genau. Aber da machen wir nicht mit. Dann müssen wir halt weiterhin unter widrigen Umständen auf auswärtigen Plätzen trainieren. Dann sollen sie halt dort auf der Wiese ihre Zeltfeste veranstalten oder was weiß ich!“
Auch für die Akademie soll plötzlich der Verein aufkommen, was sagen Sie dazu?
„Auch das war nie Thema. Die Stadt Klagenfurt hat uns zugesagt, dass wir eine eingerichtete Akademie erhalten. Nun sollen wir die Räumlichkeiten selbst bezahlen. Das ist unglaublich, die Räume stehen völlig leer.“
Was genau verlangen Sie von der Landes- und Stadtpolitik?
„Ich verlange eigentlich nur, dass uns Bürgermeister Scheider und Landeshauptmann Dörfler insofern unterstützen, wie es in den anderen Bundesländern auch der Fall ist. Ich verlange keinen einzigen Cent vom Land oder der Stadt für einen Spieler, Masseur oder sonstige Vereins-Ausgaben. Ich möchte nur, dass uns die Infrastruktur-Kosten erlassen werden, wie das bei den meisten anderen Klubs auch der Fall ist. Fragen Sie einen Landeshauptmann Pühringer, einen Landeshauptmann Voves oder einen Bürgermeister Häupl, wie die Zusammenarbeit von Politik und Sport funktionieren kann. Der KAC oder VSV bekommen die Eishallenmieten zu 100 Prozent refundiert.“
Landeshauptmann Dörfler hat einen neuen Präsidenten für die Austria Kärnten und einen Großsponsor angekündigt, wenn Sie das Feld räumen. Was ist daraus geworden?
„Ich habe schon immer gesagt, wenn der Landeshauptmann neue Sponsoren an Land ziehen kann, um dem Verein eine bessere Zukunft zu gewährleisten, bin ich der letzte, der auf seinem Sessel kleben bleibt. Wenn die Ankündigungen wahr gemacht werden würden, bin ich weg. Aber dann haben wir die Generalversammlung gemacht und sogar später als ursprünglich vereinbart begonnen. Aber von einem neuen Präsidenten mit einem neuen Sponsor war weit und breit nichts zu sehen.“
Die Stadionadaptierung in Klagenfurt wird zur „Neverending Story“. Was passiert mit der Austria Kärnten, wenn die schöne Arena am Wörthersee wirklich auf 12.500 Zuschauer zurückgebaut wird?
„Wenn das Stadion zurückgebaut wird, dann sperren wir zu. Dann hat das Projekt Austria Kärnten in dieser Form keinen Sinn. Dann wird das Stadion leer stehen und ein, zweimal im Jahr durch ein Länderspiel genützt werden. Das kann nicht im Sinne der Landes- und Stadtpolitik sein.“
Hat es schon Gespräche zwischen Ihnen, Bürgermeister Scheider und Landeshauptmann Dörfler gegeben?
„Nein, aber da bin ich dahinter. Die Gespräche muss es jetzt geben. Weil so kann es nicht weitergehen. Es kann nicht sein, dass ein Sport-Aushängeschild eines Landes, wie es die Austria ist, so behandelt wird und vor solche Riesenprobleme gestellt wird.“
Zum Sportlichen: Wie sehen Sie den Bundesliga-Auftakt. Sind Sie mit der Mannschaft trotz der 1:3-Niederlage zufrieden?
„Ich bin sehr zufrieden. Die Mannschaft hat sich sehr gut präsentiert. Frenkie Schinkels hat ein gutes Team mit charakterlich starken Spielern geformt. Ich glaube, dass wir uns auch heuer im soliden Mittelfeld der Tabelle etablieren können. Aber ich muss schon noch eines sagen: Mit solchen Schiedsrichtern kann man nicht gewinnen. Der Elfer war keiner. Andreas Schranz, der wirklich ein ‚g’rader Michl’ ist, hat gemeint, er hätte den Ball zuerst mit den Händen berührt. Und das dritte Tor war aus Abseitsposition erzielt.“
Und die rote Karte gegen Fernando Troyansky…
„Der vierte Schiedsrichter hat dem Herrn Grobelnik über Funk ins Ohr geflüstert, dass Troyansky bei der nächsten Aktion vom Platz fliegen soll. Ich freue mich schon jetzt, wenn der schlimmste Fall eintreten und es gegen einen Ostverein gegen den Abstieg gehen sollte. Dann können wir gleich einpacken…!“
Sportnet
PUTA BILBAO
Die Stadionadaptierung in Klagenfurt wird zur „Neverending Story“. Was passiert mit der Austria Kärnten, wenn die schöne Arena am Wörthersee wirklich auf 12.500 Zuschauer zurückgebaut wird?
„Wenn das Stadion zurückgebaut wird, dann sperren wir zu. Dann hat das Projekt Austria Kärnten in dieser Form keinen Sinn. Dann wird das Stadion leer stehen und ein, zweimal im Jahr durch ein Länderspiel genützt werden. Das kann nicht im Sinne der Landes- und Stadtpolitik sein.“
ich hab gehört, dass die Stüßhle im Klagenfurter Stadion nur gemietet sind. Kostenpunkt bis dato 4,6 Mio. !!???!!!
wenn sie es gekauft hätten, hätte es nur 4,2 Mio. gekostet.
ist das was wahres dran ???

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