Manuel Ortlechner ist nach acht Wochen Verletzungspause zurück! Bei sportnet.at ärgert er sich über den ungünstigen Verletzungszeitpunkt, fühlt mit dem erneut angeschlagenen Tomas Jun mit und ist sicher, dass Austria die Festung Horr-Stadion neu errichtet. Das ÖFB-Team wird in Belgien einen Punkt holen!
"Die zwei Testspiele während der Länderspielpause waren Gold wert", sagt Manuel Ortlechner. Seit dem Cupspiel bei den Ried Amateuren am 14. August ist Austrias Abwehrchef nun schon außer Gefecht. Nach zwei Spielen auf der Ersatzbank für den Fall der Fälle, ist "Orti" nach einer harten Woche Konditionstraining endgültig wieder im Vollbesitz seiner Kräfte.
"Ich habe mir mit Einsätzen in den zwei Testspielen während der Länderspielpause meinen Rhythmus wieder geholt, sogar ein Kopfball-Tor gemacht. Ich kann wieder Vollgas geben. Für Kurzeinsätze wäre ich schon bereit gewesen. Jetzt kann ich aber wieder über 90 Minuten gehen."
Am Wochenende in Mattersburg soll Ortlechner wieder seinen Platz als Abwehrchef in der FAK-Startelf einnehmen. "Ich habe mit dem Trainer aber noch nicht gesprochen. Die Fitness stand im Vordergrund. Ich werde diese Woche wieder hart trainieren. Den Rest entscheide eh nicht ich."
Selbe Verletzung! Ortlechner fühlt mit Jun mit!
Vollgas wollte auch wieder Tomas Jun nach einem endlich überstandenen Muskelfaserriss geben. Mangels Vorbereitung hat sich der Tscheche bisher durch die Saison geschleppt. Letzten Freitag der neuerliche Rückschlag: Bändereinriss im Knöchel. Dieselbe Verletzung, die sich Ortlechner zugezogen hatte.
"Ich kann mich deshalb sehr gut in Tomas hinein versetzen. Es ist sehr bitter für ihn. Zumal er ja seit über einem Jahr ständig mit Verletzungen kämpft. Bei mir war es ebenfalls der Spielfuß und noch ein wenig komplizierter. Denn ich hatte ja einen doppelten Bänderriss im Knöchel und eine angeknackste Kapsel."
Ortlechners Verletzung hätte ursprünglich nur knapp vier Wochen Pause bedeuten sollen. Jetzt hat es doppelt so lange gedauert, "weil ich mir der Tragweite anfangs nicht bewusst war." Der 30-Jährige war "einfach zu ungeduldig, weil ich die vielen wichtigen Spiele die vor mir lagen nicht versäumen wollte."
Den Innenverteidiger hat es sehr geschmerzt, Spiele wie das Europa League-Playoff gegen Aris Saloniki, das Derby gegen Rapid, die Matches gegen die direkten Konkurrenten Red Bull Salzburg und Sturm Graz, aber auch den Auftakt in die EM-Quali mit dem Nationalteam versäumt zu haben. "Das war sehr bitter für mich. Ich saß draussen und konnte nichts beeinflussen. Das ist nicht leicht, im Kopf zu verkraften."
Dass immer wieder eine neue Verletzung bei den Violetten (aktuell Jun) aufbricht, wenn andere wie Ortlechner oder Goalie Heinz Lindner zurück sind, "ist nicht auf falsches Training zurück zu führen, aber eben nicht ideal."
"Die Festung Horr muss auferstehen"
Heimniederlagen wie gegen Sturm, Ried oder Wacker Innsbruck darf sich die Austria im restlichen Saisonverlauf trotz Derbysieg gegen Rapid einfach nicht mehr leisten, wenn man vorne ernsthaft mitreden will. "Klar ist, dass in den nächsten Spielen verlieren verboten ist. Wir müssen über einen längeren Zeitraum eine konstante Serie hinlegen und zu Hause wieder voll punkten. Es wird Zeit, dass wir im Horr wieder eine Macht werden. Das muss das Ziel sein!"
Der jungen Abwehrreihe rund um seinen "Ersatzmann" Georg Margreitter will er keine Fehler vorwerfen. "Beim 2:3 gegen Sturm war die ganze Mannschaft nach dem 2:1 zu unkonzentriert. Sonst hat trotz Auf und Ab die Abwehrleistung zumeist gepasst. Die Leistung der Abwehr hat aber nichts mit dem Alter zu tun. Egal ob Dragovic oder ein Anderer. Alle haben schon genug Pflichtspiele bestritten. Da ist zweifensfrei Qualität vorhanden."
In Belgien ist ein Remis drinnen
Den EM-Quali-Auftakt des ÖFB-Teams sieht Ortlechner ganz und gar nicht trist. Vor dem Match gegen Aserbaidschan hat er die ÖFB-Auswahl im Hotel in Wien besucht. "Das Match war dann in Ordnung. Zum Glück ist das schnelle 1:0 gelungen. Danach war etwas Verunsicherung spürbar."
Der Oberösterreicher versteht die intensive Kritik nach dem mageren 2:0 gegen Kasachstan nicht. "Manchmal sollte man mit Kritik ein wenig warten. Draufhauen hätte man nach einer neuerlich schlechten Leistung gegen Aserbaidsachan immer noch können. Immerhin wurden ja beide Spiele gewonnen."
Vor dem schweren Match in Belgien, rechnet Manuel Ortlechner mit einem Remis in Brüssel. "Wenn wir hinten gut und sicher stehen. Mit einer starken Mannschaftsleistung ist immer etwas zu holen. Wir werden dort nicht verlieren. Die Belgier spielen derzeit keinen Wunderfußball."
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