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Wien – Heinz Lindners Puls erhöhte sich schlagartig, als angezeigt wurde, Torhüter Szabolcs Safar könne nicht mehr weiterspielen.
„Es waren gemischte Gefühle. Nervosität war da, die Freude hat aber überwogen“, beschreibt der 19-Jährige sein Innenleben in diesem Moment.
Kollegen machten Mut
In der 27. Minute war es dann soweit. Der Oberösterreicher wurde eingewechselt. Auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz flüsterte ihm Milenko Acimovic ein paar Worte ins Ohr.
Auch die gesamte Viererkette der Violetten sprach dem Youngster, der Stammgoalie bei den Amateuren ist, Mut zu.
„Es haben mir alle viel Glück gewünscht, und mir zu meinem Debüt gratuliert. Es war super von ihnen, dass sie mir so geholfen haben“, verrät der Keeper, der im Alter von sechs Jahren beim LASK seine Karriere begann.
"Super, dass sie meinen Namen wissen"
Auch die Osttribüne erkannte: Dieser Junge braucht ein wenig Unterstützung. Lautstark wurde sein Name skandiert.
Lindner strahlt: „Es ist super, dass sie meinen Namen überhaupt wissen. Normalerweise spiele ich ja bei den Amateuren. Gerade, dass sie jeden Spieler kennen, zeichnet die Fans aus.“
Und außerdem: „Mit diesen Fans hinter dir – das baut einen auf. Da habe ich mir gedacht: Das wird schon.“
Die Kälte in Allentsteig
Auch Trainer Karl Daxbacher weiß, dass die Situation seines Schützlings keine leichte war: „Es ist nicht einfach, von 0 auf 100 da sein zu müssen.“
Der Youngster selbst sieht das ähnlich, aber auch als Teil seines Jobs: „Du musst von einer Sekunde auf die andere voll konzentriert sein. Aber gut, das muss man als Sportler sowieso. In den Situationen, in denen du gebraucht wirst, musst du zur Stelle sein.“
Auch die eisige Kälte am Laaerberg habe ihm nichts ausgemacht: „Ich habe während der Vorbereitung die Grundausbildung in Allentsteig gemacht. Da war es kalt genug. Deswegen hat mir die Kälte heute auch nichts ausgemacht.“
"Geht auf meine Kappe"
Einzig die 73. Minute ist dem U20-Teamtorhüter, dessen Vertrag bis 2012 plus Option läuft, in schlechter Erinnerung.
Joachim Standfest und er verließen sich auf den jeweils anderen, Srdjan Pavlov reagierte blitzschnell und bugsierte den Ball ins Tor.
„Das dritte Tor geht ganz klar auf meine Kappe. Da haben vielleicht Unerfahrenheit und Nervosität eine Rolle gespielt“, übernimmt Lindner sofort die Verantwortung.
"Sonst keine Unsicherheit gezeigt"
Für Daxbacher war er nur zum Teil schuld: „Das war ein echtes Blackout. Beide haben einen Fehler gemacht.“
Sonst war der Coach mit dem Teenager, der im Juni 2007 bei einem Testspiel erstmals im Tor der Profis stand, zufrieden: „Er hat sonst keine Unsicherheit gezeigt, vor allem bei Flanken war er stark.“
Wohl auch gegen Kärnten im Tor
Am kommenden Wochenende kann Lindner im Heimspiel gegen Kärnten sein Talent erneut unter Beweis stellen. „Seine Chancen auf weitere Einsätze stehen gut“, meint der Trainer.
Safar muss wegen einer Schulter-Luxation operiert werden und fällt rund drei Monate aus. De facto könnte das sogar das Saisonende bedeuten.
Almer braucht noch Zeit
Ebenfalls Probleme mit der Schulter hat Ersatzmann Robert Almer. „Es wird noch ein bis zwei Wochen dauern, bis ich fit bin“, meint der Steirer.
Daxbacher spricht unterdessen von zwei bis drei Wochen. Ende der Woche soll die Nummer zwei jedenfalls wieder mit dem Ball trainieren. Es scheint also fast ausgeschlossen, dass er gegen die Klagenfurter mit von der Partie ist
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Viola Knight« (15. Februar 2010, 21:43)
vielleicht wird er in schütteldorf auch noch spielen
FORZA heinzi
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