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Mittwoch, 17. September 2008, 17:49

ÖFB trauert um Heinz Fahnler

ÖFB UND BUNDESLIGA TRAUERN UM HEINZ FAHNLER

Österreichs Fußballsport hat heute einen großen Verlust erlitten: Völlig überraschend verstarb Heinz Fahnler im 67. Lebensjahr in Madrid im Vorfeld des UEFA Champions League Spieles Real Madrid – Bate Borisov, für das er als UEFA-Delegierter eingeteilt war, an einem Herzinfarkt.

Heinz Fahnler legte als 20-jähriger im Jahr 1962 die Schiedsrichterprüfung ab und war bis Ende 1984 aktiver Referee. International war er elf Jahre lang im Einsatz. Er leitete über 1.200 Spiele, davon 45 Begegnungen als FIFA-Schiedsrichter. Absoluter Höhepunkt seiner schiedsrichterlichen Laufbahn war die Nominierung als österreichischer Unparteiischer bei der Europameisterschaft 1984 in Frankreich.

Als Funktionär war Heinz Fahnler, der hauptberuflich langjähriger Chefredakteur der Wiener Zeitung war, genauso erfolgreich: Nach seiner Tätigkeit im Wiener Schiedsrichterkollegium gehörte er in den Jahren 2002 und 2003 der Bundesliga-Schiedsrichterkommission als Besetzungsreferent an und widmete sich in den letzten Jahren vor allem dem Aufbau verbesserter Sicherheitsstrukturen in den Stadien und Sportplätzen. Zuletzt leitete er den hiefür zuständigen Bundesliga-Senat 3 und war stellvertretender Vorsitzender der ÖFB-Kommission für Stadien/Sicherheit. Seit dem heurigen Sommer fungierte er weiters – allgemein begrüßt – als „Chefankläger“ der Bundesliga. Die Europäische Fußball-Union UEFA setzte ihn in den letzten Jahren nahezu wöchentlich als Überwacher wichtiger Spiele ein bis ihn jetzt in der Fußballmetropole Madrid dieses traurige Schicksal ereilte.

Heinz Fahnlers Führungsstil war im Wesentlichen partnerschaftlich und auf Konsens ausgerichtet. Das, was er sich vorgestellt hat, hat er allerdings mit Klugheit und Bestimmtheit umgesetzt.
Mit Heinz Fahnler verliert der Österreichische Fußballsport einen seiner Großen. In diesen schweren Tagen gilt unser aller Mitgefühl vor allem seiner Familie.

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