Zitat
Ob Abgehobenheit, Elitismus oder schlicht Einfallslosigkeit, die Ultrà-Fankultur kennt viele Vorwürfe. Dazu kommt die vermeintliche Glaubensfrage zwischen britischem und italienischem Stil. Österreichs Fankurven sind von brutalen Religionskriegen allerdings weit entfernt.
Mario Sonnberger, Jakob Rosenberg, Emanuel Van den Nest | 03.02.2009
Gibt es Spruchbänder, Choreographien oder wird »Stimmung« gemacht, schwenken Blicke und TV-Kameras gerne bewundernd auf die Fankurven. Geht es dort richtig zur Sache, flackern Bengalen oder senkt sich der Nebel aus den Rauchtöpfen aufs Spielfeld, schlägt das Wohlwollen reflexartig in Kritik um. Nicht zuletzt Supporters britischer Prägung sagt man nach, mit der straff organisierten Kultur nicht viel anfangen zu können.
Maulwürfe und ihre Fressfeinde
Ultrà-Gruppen wird geradezu geheimbündisches Verhalten attestiert. Das kommt nicht von ungefähr, bleibt Organisatorisches wie die Planung von Choreographien doch die Sache eines kleinen Kreises. »Ein Austausch über Choreographien ist kein Problem«, erzählen die Ultras Rapid. Es wird aber darauf geachtet, dass nichts nach außen dringt, um »Maulwürfen«, die den monatelang geplanten Überraschungscoup ausplaudern könnten, keine Chance zu geben – und nicht plötzlich eine Parodie davon auf den Spruchbändern des Gegners lesen zu müssen.
war ja angeblich gar kein maulwurf
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