In einem sehr gut geführten Gespräch zwischen den beiden Fanvertretern von Austria und R---d (Thomas "Felly" Fellinger und Stefan Singer) wurden alle Bereiche des Fantums bei beiden Mannschaften gut angesprochen und erläutert. So eine Zusammenkunft würde man sich aus neutraler Sicht öfter zwischen (mehreren) Fanklubchefs/Vertreter beider Verein wünschen, denn es würde sicher dazu beitragen, dass zu große Emotionen bzw. aufgestauter Hass etwas eingedämmt würden. Wie zurecht darauf hingewiesen wurde, war die Qualität der Auseinandersetzungen "früher eine andere, die Zuschauerzahlen haben sich quasi verdoppelt und daher gibt es mehr Reibereien."
Ich ergänze noch: Was früher Rivalität bzw. Wut war, wurde durch Hass abgelöst. Aus Häkeleien wurden Frontalangriffe, der viel gerühmte, (vielleicht nie vorhandene?) Wiener Schmäh musste Schmähungen weichen.
Insgesamt wurde in diesem zweiseitigen Interview die Probleme rund um das Derby, inklusive Polizei, sehr gut beleuchtet.
Um so mehr verwunderte es mich, als ich in der Rubrik "Die Fans wechseln die Seiten" in Bezug auf die neue Tribüne folgenden Satz lesen musste:
"Der harte Kern der Austrianer bezog im oberen Rang der Tribüne Stellung und hat zuletzt Fans des eigenen Vereins im unteren Rang mit (zum Teil mit Urin gefüllten) Bierbechern beworfen.
Aus einem Bericht eines jungen Mannes (mir persönlich bekannt), der von einer Aktion eines (besoffenen?), depperten Fans berichtete, wurde eine Aktion, die den harten Kern der Austrianer wie eine Urin-Abfüllanlage darstellt.
Solcher Journalismus ist letztklassig, lässt unterschwellig die Vermutung einer (grünen?) Böswilligkeit eines Berichterstatters aufkommen, dem man dringend einen Ethik-Kurs für Journalisten empfehlen möchte.
Und das bei unserem Medienpartner!
Wolfgang Wienheim ist da dringend gefordert, hier einzuschreiten.
Die Austria sowieso.